Der späte Thomas

Musische Mehrfachbegabung…

Die Neigung zu den künstlerischen Disziplinen beschränkte sich bei Thomas Gleixner nie nur auf die bildende Kunst. Er besitzt auch eine hohe Musikalität und erlernte früh schon das Akkordeon- und Gitarrenspiel. Die Musikalität versuchte ihn in den späten 1980er Jahren sogar dazu, an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg eine musikalische Ausbildung aufzunehmen. Sein Hauptfach und seine große Leidenschaft dabei: Die klassische Gitarre. Unterbrochen wurden seine Ambitionen von der Zivildienstzeit sowie einem sechsmonatigen Praktikum als Heilerziehungspfleger. Erst danach konnte Gleixner ein Musikstudium an der Wiesbadener Musikakademie aufnehmen. Sehr schnell kam die Lehrtätigkeit für klassische Gitarre an den Musikschulen in Neu-Isenburg und Geisenheim hinzu…

(Auszug aus dem Katalog „Thomas Gleixner – Der Malkönig“)

Der junge Thomas

… Schichtenmalerei für Lebensgeschichten

„Wenn Du Motive suchst, erinnere Dich doch einfach an Deine Kindheit und wie Du damals gemalt hast“, gab Erhard Schütze dem mehrfach begabten Thomas Gleixner eines Tages ganz lapidar mit auf den Weg. Und Gleixner ließ sich bald schon auf das Spiel mit den Kindheitserinnerungen ein, was Waltraud Scheidel später ja als ein Hineinfallenlassen definierte. Anders als Kinder, die ihre gemalten Ideen, Geschichten und Fantasien immer wieder neuinterpretieren und mit neuen Wendungen zu einer Art Simultanbild erweitern, übermalt Thomas Gleixner seine Bildentwürfe gerne und oft auch vielfach, um an einem bestimmten Punkt, der nur ihm bekannt ist, die gemalte Geschichte und die darin enthaltenen Schichten zu beenden.
Das Auge soll auf Gleixners Bildern nicht nur oberflächlich hin- und herwandern, sondern auch in die Tiefenschichten vordringen können, um zu entdecken und damit tatsächlich Untergründiges, längst Übermaltes oder vom „Leben“ Überschriebenes wieder sichtbar zu machen…

(Auszug aus dem Katalog „Thomas Gleixner – Der Malkönig“)

Der frühe Thomas

… Thomas Gleixner will also keine Bilder erklären, er erklärt auch keine Witze oder gar, wie die Welt zu funktionieren hat, er fordert vielmehr auf, sich mutig ins Ungefähre, Unsagbar und vermeintlich Unlösbare zu stürzen und hofft darauf, dass auch die Betrachter seiner Werke mutiger und angstloser in ihrem Lebensalltag werden können. Und sie sollen Ihren eigenen Ideen und Fantasien einen größtmöglichen Freiraum geben.

Rüdiger Klein, Bamberg im Juli 2025
(Auszug aus dem Katalog „Thomas Gleixner – Der Malkönig“)